Wärmepumpe-Kosten- und Förder-Rechner 2026
Berechne in 30 Sekunden, was deine Wärmepumpe kostet, wie viel Förderung (bis 70 %) du bekommst und was am Ende dein Eigenanteil ist – je nach Gebäude und alter Heizung.
Wärmepumpe-Kosten- & Förder-Rechner
Kosten, Förderung & Eigenanteil in 30 Sekunden.
Kosten (Richtwert)
~31.500 €
Förderung (50 %)
−15.000 €
Eigenanteil (ca.)
16.500 €
Unverbindlicher Richtwert (Stand 2026). Fördersätze/Voraussetzungen können sich ändern – maßgeblich ist das Angebot eines Fachbetriebs und der Förderbescheid.
Wie sich die Kosten einer Wärmepumpe zusammensetzen
Der Preis einer Wärmepumpe teilt sich in zwei große Blöcke: das Gerät und die Installation. Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zahlst du im Altbau komplett meist zwischen 25.000 und 35.000 Euro. Davon entfallen etwa 12.000 bis 22.000 Euro auf die Wärmepumpe selbst, weitere 8.000 bis 18.000 Euro auf Installation, Hydraulik und Anpassungen am Heizsystem. Entscheidend für die Höhe ist dein Haustyp: Ein gut gedämmter Neubau kommt oft günstiger weg, weil kleinere Leistung und weniger Anpassungen nötig sind. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) liegt darüber, weil Bohrung oder Erdkollektoren zusätzliche Erdarbeiten verursachen. Der Rechner oben hilft dir, diese Blöcke für deine Situation grob einzuordnen.
Rechenbeispiel: Einfamilienhaus im Altbau
Nimm ein typisches Einfamilienhaus im Altbau mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe für 30.000 Euro Gesamtkosten. Diese 30.000 Euro entsprechen genau der förderfähigen Obergrenze für die erste Wohneinheit. Wenn du beim Austausch einer funktionstüchtigen fossilen Heizung Grundförderung und Geschwindigkeitsbonus kombinierst, kommst du auf 55 Prozent Förderung. Das ergibt einen Zuschuss von 16.500 Euro, dein Eigenanteil sinkt auf rund 13.500 Euro. Wer zusätzlich den Einkommensbonus erhält, kann den Fördersatz weiter erhöhen. Diese Werte sind Richtwerte: Deine tatsächlichen Kosten hängen von Gebäudezustand, gewählter Technik und Angebot des Fachbetriebs ab. Der Rechner liefert dir eine erste Orientierung, ersetzt aber kein individuelles Angebot.
Wie die Förderung bis zu 70 Prozent wirkt
Die Förderung läuft 2026 über das KfW-Programm 458 (Heizungsförderung) und setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Die Grundförderung beträgt 30 Prozent für jeden, der eine förderfähige Wärmepumpe einbaut. Der Geschwindigkeits- beziehungsweise Klimabonus von 20 Prozent kommt hinzu, wenn du eine funktionstüchtige fossile Heizung austauschst, etwa Öl, Gas, Kohle oder Nachtspeicher. Der Einkommensbonus von 30 Prozent gilt bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 Euro. Kombiniert sind maximal 70 Prozent möglich. Da die förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit bei 30.000 Euro gedeckelt sind, liegt der maximale Zuschuss bei 21.000 Euro. Fördersätze und Programme können sich ändern - verstehe die Zahlen als Richtwerte, nicht als Zusage.
Voraussetzungen für die Förderung 2026
Nicht jede Wärmepumpe wird gefördert. Förderfähig sind Luft-Wasser-, Sole-Wasser- (Erdwärme) und Wasser-Wasser-Wärmepumpen; Luft-Luft-Geräte nur eingeschränkt. Wichtig ist die Effizienz: Die Jahresarbeitszahl (JAZ) muss bei Luft-Wasser mindestens 3,5 betragen, bei Sole-Wasser mindestens 4,5. Seit dem 1. Januar 2026 gilt zusätzlich eine Schall-Anforderung: Luft-Wasser-Wärmepumpen werden nur gefördert, wenn das Außengerät mindestens 10 dB unter den gesetzlichen Geräusch-Grenzwerten liegt. Damit soll leisere Technik belohnt werden. Diese Kriterien entscheiden mit darüber, ob dein Zuschuss bewilligt wird - deshalb solltest du sie früh mit deinem Fachbetrieb abklären, bevor du das Gerät auswählst.
Luft-Wasser oder Sole-Wasser: Was ist günstiger?
Für die meisten Einfamilienhäuser ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die günstigere Wahl, weil sie ohne Erdarbeiten auskommt und schneller installiert ist. Sie nutzt die Außenluft als Wärmequelle und liegt im Altbau komplett bei rund 25.000 bis 35.000 Euro. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe zapft über eine Bohrung oder Flächenkollektoren die konstante Erdwärme an. Das macht sie in der Anschaffung teurer, sorgt aber für höhere Effizienz und niedrigere Betriebskosten - entsprechend gilt hier auch die höhere Mindest-JAZ von 4,5. Ob sich die höhere Anfangsinvestition lohnt, hängt von Grundstück, Bohrgenehmigung und deinem Wärmebedarf ab. Der Rechner zeigt dir den Kostenrahmen; die Feinabwägung gehört in ein Gespräch mit dem Fachbetrieb.
Warum du ein Angebot vom Fachbetrieb brauchst
Ein Rechner liefert Spannen und Richtwerte, aber keine belastbare Preiszusage. Die tatsächlichen Kosten hängen von Dingen ab, die nur vor Ort einschätzbar sind: Dämmzustand, vorhandene Heizkörper oder Fußbodenheizung, Platz für das Außengerät, Zustand der Hydraulik und die passende Heizlast deines Hauses. Auch die Förderung ist an technische Nachweise gebunden, etwa die geforderte JAZ und die Schall-Anforderung - diese belegt der Fachbetrieb in seiner Planung. Für den KfW-Antrag brauchst du ohnehin ein konkretes Angebot beziehungsweise einen Vertrag mit dem Fachbetrieb. Nutze den Rechner also, um dich vorzubereiten und Angebote einzuordnen, und hol dir dann mehrere Angebote von Fachbetrieben ein, um Preis und Förderung realistisch zu bewerten.
| Förder-Baustein | Satz | Bedingung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe (Luft-Wasser, Sole-Wasser, Wasser-Wasser) |
| Geschwindigkeits-/Klimabonus | 20 % | Austausch einer funktionstüchtigen fossilen Heizung (Öl, Gas, Kohle, Nachtspeicher) |
| Einkommensbonus | 30 % | Zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 40.000 EUR pro Jahr |
| Maximale Kombination | bis 70 % | Bausteine kombinierbar, gedeckelt bei 70 % der förderfähigen Kosten |
| Förderfähige Kosten (Obergrenze) | max. 30.000 EUR | Einfamilienhaus, erste Wohneinheit - daraus max. 21.000 EUR Zuschuss |
Häufige Fragen
Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau komplett?
Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe 2026?
Wie viel Eigenanteil bleibt bei 30.000 Euro Kosten?
Welche Wärmepumpen werden gefördert?
Warum ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe teurer?
Ersetzt der Rechner ein Angebot vom Fachbetrieb?
Redaktion Wärmepumpe-Fördergeld
Redaktionell aufbereitet auf Basis öffentlicher Förderregeln (KfW, BAFA) und recherchierter Marktdaten 2026. Zuletzt aktualisiert am 03.07.2026.